Urban-Gardening Projekt:  "We promise you a Rose Garden"

Ein besonderes "Urban Gardening" Projekt mit Anwohnern, Rosenfreunden und Kleingärtnern.

 

 

Pflegearbeiten am "Historischen Rosengärtchen":

 

 

Anwohner, Rosenfreunde und Kleingärtner treffen sich in der Zeit von April bis Oktober

 

an jedem ersten Donnerstag im Monat ab 17:00 Uhr direkt

am Historischen Rosengärtchen

 

Möchten Sie das Projekt direkt unterstützen,

können Sie uns auch gerne eine Spende zu kommen lassen.

 

Unsere Bankverbindung lautet:

 

Frankfurter Volksbank eG

IBAN: DE75 5019 0000 6400 9897 86

 

Bitte schreiben Sie in den Verwendungszweck:

SPENDE, Ihre Strasse mit Hausnummer sowie Ihre PLZ.

 

Wir senden Ihnen dann eine Spendenbestätigung zu, die Sie bei Bedarf steuerlich nutzen können.

06. Juni 20243 von Matthias Bittner

 

Angestachelt im Rosengärtchen

 

 

Oliver Lang (links) kümmert sich seit zehn Jahren ums Rosengärtchen am Röderberghang. Weil fast alle seiner Mitstreiter ihm nicht mehr helfen können, wollte er fast aufgeben. Doch der glückliche Zufall änderte alles. Lang freut sich über neue Unterstützer (von links): Christiane Dütting, Karl-Otto Wirt, Ute Niehage und Tommy Jepp. FOTO: MATTHIAS BITTNER

 

Ostend. 

Blumenfreund bekommt Hilfe bei der Pflege des Kleinods – Seit zehn Jahren aktiv

 

Das schönste Geschenk zum Jubiläum haben Oliver Lang Anwohner und Nachbarn des Rosengärtchens gemacht: Sie wollen ihn
künftig bei der Pflege des Kleinods am Röderberghang gegenüber dem Ostpark unterstützen. Helfende Hände hatte der Rosenfreund zuletzt schmerzlich vermisst. Er war fast Einzelkämpfer. Weil ihm das zu viel wurde, wollte er eigentlich schon aufgeben und die Pflege der rund 400 Quadratmeter großen Fläche wieder allein dem Grünflächenamt überlassen. „Jetzt schöpfe ich wieder Hoffnung. Ich werde das Rosengärtchen nicht im Stich lassen“, sagt Lang voller Tatendrang.

 

Karl Otto Wirt, der seit 1955 im Röderbergweg wohnt, will das Engagement von Lang und dessen Mitstreitern zumindest finanziell unterstützen. Er selber kann mit seinen 99 Jahren zwar nicht mehr mit anpacken. Mit seiner Lebensgefährtin Christiane Dütting hat sich Wirt aber vorgenommen, „Leute, die am Röderberghang wohnen, zum Mithelfen anzustacheln“. Im besten Fall soll das Bemühen in einer Nachbarschaftsinitiative gipfeln.

 

150 Stöcke gepflanzt

 

Das wäre dann die Rückkehr zu den Wurzeln. 2015 hatte sich Lang ein paar Mitstreiter vom Regionalverband Kleingärtner Frankfurt Rhein-Main, dessen Vorsitzender er ist, gesucht und lud die Anwohner ein, den damals völlig brachliegenden Garten wieder auf Vordermann zubringen. Das ist mehr als gelungen. Gemeinsam wurden bis heute mehr als 150 Rosenstöcke gepflanzt. Überall blüht es in den verschiedensten Farben. Und es duftet herrlich. Die Stadt Frankfurt hat das Projekt mit dem Nachbarschaftspreis ausgezeichnet. Doch die Gärtnertruppe ist zuletzt arg geschrumpft. Einige sind weggezogen, andere nicht mehr so fit. „Wenn ich kräftig trommle, bringe ich noch fünf Leute zusammen. Wir brauchen also dringend Unterstützung“, hatte Lang schon 2023 einen Hilferuf losgeschickt.


Ein Jahr hat es gedauert, bis sich Freiwillige gemeldet haben: Tommy und Anna Jepp. Das Ehepaar ist heute erstmals mit am Start. Die beiden wohnen nicht weit vom Rosengärtchen entfernt, wussten aber nicht, dass die zeitaufwendige Pflege der Grünanlage größtenteils auf eine Privatinitiative zurückgeht. Und da sie nicht wollen, dass die blühende Oase vor ihrer Haustür leidet, greifen sie gemeinsam zur Gartenschere.

 

Das kann übrigens jeder von April bis Oktober. In diesem Zeitraum ist jeden ersten Donnerstag im Monat um 17 Uhr Arbeitseinsatz im Gärtchen. Dann heißt es Unkraut jäten, welke Blüten abzupfen, Müll aus den Beeten entfernen oder Gras mähen und Wege rechen. „Wir brauchen anfangs sicher etwas Anleitung, aber das bekommen wir schon hin“, meint Tommy Jepp. Er hat Lang zufällig beim Spazierengehen mit seinem Hund kennengelernt und war beeindruckt von dessen Engagement.

 

Mehr Einsatz vom Grünflächenamt

 

Mehr Einsatz und weniger Bürokratie in Sachen Rosengärtchen würde sich Lang vom Grünflächenamt wünschen. Trotz mehrfacher Aufforderung sei beispielsweise der Grünschnitt vom Frühjahr noch nicht abgeholt worden. Auf den versprochenen Wassertank zum Gießen der Rosenstöcke warte er immer noch und rollt deswegen bei Bedarf rund 100 Meter Gartenschlauch vom Hydranten an der Straße bis ins Rosengärtchen aus. Benötige er Arbeitsgeräte, Pflanzen oder Rindenmulch, könne er das bei einer Sachbearbeiterin beantragen, allerdings sei die Bearbeitungsdauer teils sehr lange.


Bei aller Kritik hat Lang doch auch Verständnis: Das Budget des Grünflächenamtes sei nicht ausreichend für die umfangreichen Aufgaben. Das Rosengärtchen sei nur eine von Hunderten zu pflegenden Anlagen in der Stadt. Zum Glück gebe es großzügige Frankfurter wie Wirt. Dessen Spende helfe, dass sich die Rosenfreunde etwas zum Trinken und einmal im Jahr nach getaner Arbeit auch ein gemeinsames Essen gönnen können. MATTHIAS BITTNER

 

12. Juni 2023 von Matthias Bittner

 

Rosenfreunde brauchen Unterstützung

 

 

In voller Pracht blühen die Rosenstöcke derzeit im Historischen Rosengärtchen am Röderberghang. Oliver Lang und seine Mitstreiter sorgen mit ihrem Einsatz dafür, doch die Arbeit wächst der Gruppe mittlerweile über den Kopf.In voller Pracht blühen die Rosenstöcke derzeit im Historischen Rosengärtchen am Röderberghang. Oliver Lang und seine Mitstreiter sorgen mit ihrem Einsatz dafür, doch die Arbeit wächst der Gruppe mittlerweile über den Kopf. © Sauda

 

Ostend. 

Die Freiwilligen können die aufwendige Pflege des Gärtchens kaum noch stemmen.

 

Rot, weiß, gelb oder aprikotfarben: Im rund 400 Quadratmeter großen Historischen Rosengärtchen unterhalb des Röderberweges blühen die Stöcke derzeit in voller Pracht. Es ist eine Augenweide. Oliver Lang und seinen fleißigen Mitstreitern ist es zu verdanken, dass alles so wundervoll blüht. Von April bis Oktober trifft sich die Gruppe jeden ersten Donnerstag im Monat um 17 Uhr, um das Rosengärtchen zu pflegen. Zuletzt ist der freiwillige Gärtner-Trupp aber arg geschrumpft. Einige sind weggezogen, andere nicht mehr so fit. „Wenn ich kräftig trommle, bringe ich noch fünf Leute zusammen. Wir brauchen also dringend Unterstützung“, sagt Lang.

 

Schild am Eingang wird aufgestellt

 

Damit das die vielen Spaziergänger mitbekommen, die in der Anlage am Röderberghang unterwegs sind und sich auch am Anblick der Rosen erfreuen, wird demnächst ein Schild am Eingang zum Rosengärtchen angebracht. Darauf ist auch zu lesen, welche Aufgaben zu erledigen sind. Das ist eigentlich gar nicht so viel: Ausschneiden, den Weg säubern und ab und achtlos weggeworfenen Müll aus den Beeten entfernen. „In der Gruppe macht das doch mehr Spaß“, meint Lang.

 

Der 58-Jährige würde sich auch über finanzielle Unterstützung freuen. Das Geld käme dem Rosengärtchen und in gewisser Weise auch den Helfern zugute. Die stellen ihre Arbeitskraft und ihr Arbeitsgerät unentgeltlich zur Verfügung. Es wäre eine Anerkennung, wenn sich die Gruppe von den Spenden mal ein Essen gönnen könnte oder Ersatz für ausgediente Rosenscheren oder Schaufeln besorgen könnte, sagt Lang. Auch neue Stöcke könnten von den Spenden besorgt werden.

 

Grundsätzlich, so sagt Lang, unterstützt das Grünflächenamt der Stadt die Rosenfreunde nach Kräften und mit Sachmitteln. Wenn die Rosenfreunde etwas kaufen, etwa Rosenstöcke, erstattet das Amt die Kosten. Die Zusammenarbeit klappe gut. Grünschnitt werde abtransportiert. Und zuletzt seien ihm ein bis zwei EBC-Container in Aussicht gestellt worden. Die speziellen Behälter fassen jeweils 1000 Liter Wasser und würden das Bewässerungsproblem zumindest etwas lösen. Mangels entsprechender Wasserversorgung legt Lang bislang einen 100 Meter langen Gartenschlauch von seiner Wohnung bis ins Historische Rosengärtchen. Das macht er alle anderthalb Wochen, um die Blumen zu gießen. „Wenn die Behälter da sind, müssen wir mit Gießkannen laufen“, hofft Lang auf kräftige Helfer. Eine Überlegung wert sei es, Patenschaften für das Wässern der Rosenstöcke zu vergeben.

 

Kiesweg ist auszubessern

 

Keine Alternative sieht Lang allerdings mit Blick auf den maroden Weg, auf dem Spaziergänger um das Rosengärtchen umrunden können. „Wir würden den Weg gerne ausbessern. Dazu bräuchten wir ein bis zwei Kubikmeter Kies. Der muss aber geliefert werden“, stellt Lang nur eine Bedingung.

 

Sandra Rosenkranz vom Grünflächenamt bittet Lang, sich einfach mal zu melden, damit Details zur Kieslieferung und der Wegesanierung geprüft werden können. Und sie kündigt an, dass im Historischen Rosengärtchen noch im Laufe des Jahres verschiedene bestandserhaltende Maßnahmen ausgeführt werden: So werde die Stützmauer überarbeitet und der Bogen für die Kletterpflanzen erneuert. Bezüglich der vorhandenen Ringwasserleitung gebe es allerdings keine Neuigkeiten. Die Rosenfreunde hatten schon mehrfach darum gebeten, ob die Leitung wieder ans Wassernetz angeschlossen werden könnte.

 

Das Historische Rosengärtchen war übrigens Anfang der 1930er Jahre angelegt worden. Im Jahr 2015 suchte sich Lang ein paar Mitstreiter vom R.V. Kleingärtner Frankfurt Rhein-Main, dessen Vorsitzender er ist, und lud die Anwohner ein, den Garten wieder herzurichten. Gemeinsam wurden bis heute mehr als 150 Rosenstöcke gepflanzt. Die Stadt Frankfurt hat das Projekt mittlerweile mit dem Nachbarschaftspreis ausgezeichnet. Matthias Bittner

 

18.12.2018, von: Thorben Pehlemann

 

Rosengärtchen: Pflege ist ein Kraftakt

 

Der Regionalverband Kleingärtner Frankfurt Rhein-Main versprach, sich um das Historische Rosengärtchen am Röderberghang zu kümmern und hält Wort: Nach einer Pflanzaktion im April wurde jetzt Unkraut gejätet und die Blumen per Hand bewässert.

Foto: Oliver Lang von den Kleingärtner zeigt uns den einzigen Wasseranschluss der am Rosengärtchen vorhanden ist, er müsste von der Stadt nur aufgedreht werden, damit die Kleingärnter in nutzen können.

Foto: Oliver Lang von den Kleingärtner zeigt uns den einzigen Wasseranschluss der am Rosengärtchen vorhanden ist, er müsste von der Stadt nur aufgedreht werden, damit die Kleingärnter in nutzen können. © Holger Menzel 

 

Ostend. 

Nicht alle Spaziergänger, die das Historische Rosengärtchen am Röderberghang passierten, reagierten wie Oma Christine und ihr Enkel Caspar Ruben (9): Als sie das halbe Dutzend Kleingärtner mit Schaufeln, Rechen und Gartenklaue in den über 200 Quadratmeter umfassenden Parzellen sahen, stellten sie sich mit ins Beet und legten selbst Hand an. „Ich habe lange hier gewohnt und daher meine Hilfe angeboten“, erklärte Christine. Oliver Lang, Vorsitzender des Kleingartenvereins Buchhang und Vorstandsvorsitzender des Regionalverbandes Kleingärtner Rhein-Main, war darüber sehr glücklich.

 

Mit gutem Beispiel voran

 

„Haben Sie heute nicht frei?“, hätten andere Spaziergänger gefragt und die Gärtner für Mitarbeiter des Grünflächenamts gehalten. „Wir gehen mit gutem Beispiel voran und arbeiten auch am Tag der Arbeit freiwillig“, antwortete Lang.

 

Denn vor drei Wochen hatten Lang und andere Freiwillige Kletterrosen und Kaskaden in die Parzellen gesetzt und eine Renaissance des Rosengärtchens versprochen (wir berichteten). Nun machten sie die Ankündigung wahr und pflegten das Beet: „Wir wollen zeigen, dass die Pflanzaktion kein Einzelfall war“, sagte Lang. Also befreiten die Gärtner die Erde rund um die Rosen von Unkraut und gruben sie zur besseren Belüftung um. Danach verteilten sie viele Säcke Rindenmulch darüber, damit der Boden nicht so schnell austrocknet. „Es war schwieriger als gedacht, der Boden war sehr verwuchert“, berichtete Lang und kündigte weitere Treffen an, damit das Rosengärtchen wieder die Oase wird, die sie in den 70er und 80er Jahren gewesen sein soll. Bei diesen Treffen sollen nach und nach auch Anwohner für das Projekt begeistert werden.

 

Damit die Bewässerung aber nicht so ein Kraftakt bleibt wie bisher, soll auch das Grünflächenamt weiter in die Pflicht genommen werden: Lang war seit der Pflanzaktion alle drei Tage vor Ort, um den Rosen 40 Liter Wasser aus dem Kanister zu bringen. In der Zukunft würde er aber lieber das alte Bewässerungssystem nutzen, das sich aus zwei nahen Zisternen speist. „Dazu allerdings müsste das Amt dieses Bewässerungssystem wieder instandsetzen“, sagte Lang, der sich die Wasserzugänge genau angesehen hat und damit der Darstellung des Amts widerspricht: Dieses habe behauptet, das System sei seit Ende der 60er nicht mehr existent. Sollte das Amt bei der bisherigen Haltung bleiben, aus Kostengründen weder Bewässerung noch Pflege vornehmen zu können, hat Lang einen Kompromiss parat: „Wir erhalten von der Stadt eine Wasseruhr für einen nahen Hydranten, dann kümmern wir uns um die Bewässerung.“

Rosen treiben aus

 

Dass sich Lang und seine Mitstreiter bisher gut um die Rosen kümmerten, zeigen die ersten zarten Triebe an den Pflanzen. Dieses Know-how will Lang nun weiter in der Bevölkerung verbreiten, Klein- und Hobbygärtner aller Art mit seiner Freude an der Rose anstecken – am liebsten schon in der nächsten Woche, wenn im Palmengarten eine Diskussion stattfinden wird. Lang, andere Rosen-Experten und Mitarbeiter des Grünflächenamtes informieren dann über die Rose, ihre Pflege und Verbreitung. „Rosen sind nur am Anfang pflegeintensiv, danach werden sie von Jahr zu Jahr schöner“, weiß Lang.

 

Dass das Engagement der Kleingärtner gut ankommt, zeigt nicht zuletzt die Erklärung des Ortsbeirats 4 (Bornheim, Ostend). Das Gremium will nach Aussagen von Ortsvorsteher Bodo-Pfaff-Greiffenhagen (CDU) die Kosten für die Pflanzaktion Anfang April übernehmen. „Uns wurde zugerufen, dass uns die 1000 Euro ersetzt werden. Das würde uns sehr freuen“, sagt Lang.

 

11. Juli 2018 von SARAH BERNHARD

 

Logistik ist schwierig

Rosengärtchen am Röderberghang wiederbelebt

 

Oliver Lang liebt die Natur. Deshalb haben er und einige Helfer das Historische Rosengärtchen am Röderberghang neu bepflanzt. Oliver Lang will aber auch Einfluss auf die Stadtpolitik nehmen. Und das gefällt dem Grünflächenamt gar nicht.

 

Rund 150 Rosen warten im Historischen Gärtchen auf Wasser.Foto: Leonhard Hamerski                         Rund 150 Rosen warten im Historischen Gärtchen auf Wasser. 

 

Ostend. 

Mit aller Kraft drückt Oliver Lang gegen den Griff des langen Schieberschlüssels. Doch das Ventil, über das er seinen mobilen Hydranten an die Wasserversorgung anschließen will, bewegt sich keinen Millimeter. „Das war letzten Monat schon so, ich musste den Stördienst rufen“, sagt der 54-Jährige.

Dabei dauert es an sich schon lange genug, bis das Wasser vom Anschluss am Röderbergweg die Rosen im Historischen Rosengärtchen erreicht: Zweimal 50 Meter Schlauch muss Lang aus dem Kofferraum wuchten, ausrollen, über die Straße, die Treppe hinunter, ums Eck und dann in den Garten.

Alle drei bis vier Wochen brauchen die rund 150 Rosen, die Lang und einige Anwohner und Rosenfans auf 300 Quadratmetern städtischem Gelände gepflanzt haben, Wasser. Mit ausrollen, gießen und wieder einrollen dauert das etwa drei Stunden. Lang macht das nichts aus, er ist gerne in der Natur. „Sie bringt mich wieder auf den Boden zurück, und es ist schön, dass ich so einen Ausgleich haben kann.“

Nur wenn dann noch Unkraut jäten, Rosen schneiden und auf die Mainova warten dazu kommt, dauert ihm die Sache etwas zu lang. Zumal er sich die Zeit eigentlich sparen könnte: Über den Rosengarten sind mehrere Hydranten verteilt, aus denen er mit viel weniger Aufwand Wasser entnehmen könnte. Wenn sie denn ans Wassernetz angeschlossen wären. Doch die Ringwasserleitung ist seit Jahrzehnten stillgelegt.

Denn wie sein Name schon sagt, ziert das Historische Rosengärtchen den Röderberghang nicht erst seit der Initiative von Lang und seinen Mitstreitern: Anfang der 1930er Jahre wurde es im Rahmen des freiwilligen Arbeitsdiensts angelegt. „Nach der Wirtschaftskrise waren die Menschen dankbar, wenn sie Arbeit hatten.“

 

Kein Geld für Blumen

Mehrere Jahrzehnte blieb das Gärtchen bestehen – bis in die 1980er Jahre und damit in Langs Kindheit hinein. „Das war damals die Spaziermeile für Sonn- und Feiertage. Jeder hat sich gefreut, wie toll die Rosen aussehen.“ Doch irgendwann war bei der Stadt kein Geld mehr für Rosen da. Der Garten verwilderte, die Wasserleitung wurde stillgelegt.

Oliver Lang ärgert das. Weil sich die Politik immer weiter von den Bedürfnissen der Bürger entferne. Und die Bürger das einfach so hinnähmen. „Ich wollte zeigen, dass man sehr wohl etwas bewegen kann, wenn man sich engagiert. Man muss selbst ran, um der Politik Beine zu machen.“

2015 suchte sich Lang ein paar Mitstreiter vom R.V. Kleingärtner Frankfurt Rhein-Main, dessen Vorsitzender er ist, und lud die Anwohner ein, den Garten wieder herzurichten. Gemeinsam pflanzten sie bis heute rund 150 Rosen, von gelb bis rosa, von historisch bis modern, von kleinen Beetrosen bis zu ausladenden Büschen. Die Stadt hat das Projekt mittlerweile mit dem Nachbarschaftspreis ausgezeichnet.

Doch die Ringwasserleitung blieb tot. „Wir haben Haushaltskonsolidierung, da fang ich doch nicht an, so etwas zu reaktivieren“, sagt Stephan Heldmann, Leiter des Grünflächenamts. Und hört sich dabei an, als ob Lang ihn schon ziemlich oft mit den stillgelegten Hydranten behelligt hätte. Doch einfach einen Hebel umzulegen würde in diesem Fall nicht reichen. „Wenn, müssten wir an die ganze Fläche ran, um die Ringleitung zu reparieren. Das wäre mit Planungsaufwand verbunden“, so Heldmann.

 

Hydrant nicht defekt

Nicht, dass er es nicht honorieren würde, wenn sich jemand um öffentliches Grün kümmere, betont Heldmann. „Aber wenn ich Rosen pflanze, dann weiß ich doch, dass sie regelmäßig gewässert werden müssen.“ Dass das Grünflächenamt dafür keine zusätzlichen Kapazitäten habe, das habe er von Anfang an klargemacht. Und das werde sich auch nicht so schnell ändern. „Wir haben eine lange Liste an Sanierungsmaßnahmen, und der Röderbergweg ist nicht dabei.“

Oliver Lang muss also auch weiterhin seine 100 Meter Schlauch ausrollen, über die Straße, die Treppe hinunter, ums Eck und dann in den Garten. Und möglicherweise wieder auf den Störungsdienst warten. Denn kaputt ist der Hydrant am Röderbergweg nach Angaben der Mainova nicht. „Es mag sein, dass er ein bisschen schwergängig ist“, sagt Pressesprecher Sven Birgmeier. „Aber er ist weder verklemmt noch defekt.“ Und wo kein Defekt ist, kann auch nichts repariert werden. Zumindest diese Sache sieht Lang aber gelassen: Wenn man das Ventil regelmäßiger öffne, bleibe es vermutlich geschmeidig. „Und wenn es weiter so trocken bleibt, muss ich sowieso alle eineinhalb Wochen gießen.“

 

11. Juli 2018

 

Kleingärtner und einige Anwohner pflegen das historische Rosengärtchen am Röderbergweg

 

Ehrenamtliche Rosengärtner mit Hindernissen

 

 

Ostend (jf) – Oliver Lang, Vorsitzender des Kleingärtnervereins Buchhang und des Regionalverbands der Kleingärtnervereine Frankfurt/Rhein-Main ist an diesem ersten Donnerstag im Monat alleine im historischen Rosengärtchen. Er plagt sich mit dem Hydranten an der Ecke Simsonstraße/Röderbergweg ab; aber nichts ruckt und rührt sich. „Dann muss ich wieder den Entstörungsdienst der Mainova anrufen. Vielleicht kriegen die das Wasser ja zum Laufen“, sagt er. Inzwischen wird Unkraut gejätet auf der etwa 300 Quadratmeter großen Anlage. „Natürlich sieht es im Mai und Juni, wenn hier alles blüht, noch schöner aus“, meint Lang. Erst im Frühjahr haben die  ehrenamtlich tätigen Rosengärtner 20 neue Rosen gepflanzt. „Die brauchten anschließen viel Wasser. Wenn sie angewachsen sind, werden sie robuster“, weiß der engagierte Hobbygärtner.

 

Am anderen Ende des kleinen Gärtchens deutet er auf einen mit „Gartenhydrant“ bezeichneten Wasseranschluss. „Da geht gar nichts mehr“, bedauert Lang. Informationen gibt es auch nicht. Dabei würde genau dieser Anschluss enorm helfen, denn vom oberen Anschluss braucht es 100 Meter Schlauch und eine Straßenquerung sowie Treppen bis zum Gärtchen. Dass die Rosen dringend Wasser benötigen, ist nicht zu übersehen. „Manchmal lade ich zehn Kanister ins Auto und gieße“, gesteht Lang. Wo nimmt er diesen  Enthusiasmus her? „Als Junge bin ich hier spazieren gegangen und habe die Rosen bewundert. Das Gärtchen wurde schon in den 30er Jahren angelegt. Es wäre schade, wenn das alles kaputt geht“, antwortet der Aktive. Deshalb übernahm eine Gruppe Ehrenamtlicher im Frühjahr 2015 das Areal von der Stadt und belebte es wieder. „Zurzeit sind etwa 120 Pflanzen in den Beeten, eine Mischung aus historischen und modernen, hoch- und zwergstämmigen und Kaskadenrosen“, erläutert Lang.

 

Der Ortsbeirat 4 (Bornheim, Ostend) gab 1700 Euro für neue Pflanzen und Holzschnitzel in drei verschiedenen Farben dazu. „Damit konnten wir den unansehnlich gewordenen Rindenmulch ersetzen.“ Drei Tage lang haben vier Leute im Rosengärtchen gearbeitet, bis alles so schön wie jetzt aussah. Auch die Buchsbaumhecken werden von den Rosenfreunden geschnitten. „Und wir kümmern uns um die zwölf Apostel – so nennen wir die Buchhain-Bäumchen ringsum. Es sieht so aus, als beschützten sie die Rosen“, erzählt der Engagierte. Finanziert wird das Ganze durch Spenden, die Stadt erstattet notwendiges Material auf Anfrage. Das Gärtchen ist eine kleine Oase in der Großstadt, es wird geschätzt – aber so richtig mitarbeiten möchten die wenigsten. Keine Zeit, körperlich nicht imstande, später vielleicht – das hört Oliver Lang immer wieder.

 

Dann rückt der Entstörungsdienst an. Mit Profi-Gerät. Der Kollege fragt, warum Lang nicht auch solch einen Schlüssel bekommen habe. „Man sagte mir, dass dieser kleine Schlüssel ausreiche“, antwortete Lang. Funktioniert aber nicht, wie sich mehrfach herausgestellt hat. Jetzt sprudelt das Wasser, Lang schließt den mit Wasseruhr versehenen Miet-Hydranten an und die beiden Schläuche. Vielleicht sollte das Gespräch mit der Mainova noch einmal geführt werden – über einen wirksamen Schlüssel für den Wasseranschluss und vielleicht auch andere Zapfstellen. Immer am ersten Donnerstag im Monat treffen sich die Ehrenamtlichen am Rosengärtchen. Wäre schön, wenn Oliver Lang nächstes Mal Gesellschaft bekäme.

20. Oktober 2015

Anerkennungspreis für die R.V. Kleingärtner

Im Namen der Rose

 

 

Der Verein R.V. Kleingärtner Frankfurt / Rhein – Main initiierte zusammen mit Anwohnern des Stadtteils, dem Rosenfreundeskreis Frankfurt und nicht zuletzt dem KGV Buchhang die Initiative „We promise you a Rose Garden“ zur Instandsetzung des „Historischen Rosengärtchens“ am Röderberghang am nahe gelegenen Ostpark. Für ihr Engagement wurden die Kleingärtner nun ausgezeichnet.

 

                                  Daniela Birkenfeld (l.) überreichte Oliver Lang den Anerkennungspreis. Daneben ist Susanne Feuerbach, Leiterin des Kinderbüros.

Ostend. 

 

Seit Anfang des Jahres erweckten engagierte Anwohner, Rosenfreunde und Kleingärtner unter der Regie des Vereins R.V. Kleingärtner Frankfurt / Rhein-Main das „Historische Rosengärtchen“ aus dem Dornröschenschlaf. Bislang wurden 18 Hochstamm- und Kaskadenrosen gepflanzt, die Beete wurden mit einer Motorfräse aufgelockert, gedüngt, Unkrautvlies und Rindenmulch ausgebracht, Wildwuchs ständig entfernt und derWeg hergerichtet.

 

Es bleibt noch einiges zu tun. Der Weg um das Rosengärtchen ist in den vergangenen Jahrzehnten stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Dieser bedarf einer gründlichen Sanierung. Doch alles auf einmal bekommt auch Oliver Lang, Chef des Regionalverbandes der Kleingärtner, in seiner Freizeit nicht hin, denn zeitgleich koordiniert er für den KGV Buchhang die Maßnahmen zur Neueinfriedung der Kleingartenanlage 1 auf der Rosé-Schlösinger-Allee.

 

Zwei Kostenvoranschläge für den Rosenweg hält er bereits in den Händen und plant schon weiter. Rund 6000 Euro veranschlagen zwei unabhängige Gartenbaufirmen für die Sanierung des kleinen Weges und des kleinen Vorplatzes vom Rosengärtchen. „Und das ist schon ein Freundschaftspreis“, so Lang. „Doch einen Schritt nach dem anderen. Nun wird erstmal die nächste große Rosenpflanzaktion vorbereitet. Wir werden weitere 60 Beet- und Hochstammrosen pflanzen“, verrät er. „Der Termin steht auch schon fest: am Samstag, 24. Oktober, ab 10 Uhr.“

 

„Helfer, Pflanzer, Zuschauer, alle sind willkommen – zu mehreren macht alles viel mehr Spaß und Freude vermitteln soll das Rosengärtchen natürlich auch.“ Weiter führt Lang aus, dass auch das Grünflächenamt der Stadt mitzieht. „Das sehen wir an der neuen Parkbank mit neuer Bodenpflasterung direkt am Rosengärtchen. Unser Hinweis, die alte marode Bank zu wechseln wurde dankend aufgenommen und prompt umgesetzt.“

Anwohner einbinden

Die Anwohner sollen auch diesmal mit eingebunden werden. „Mit einer Postwurfsendung werden die nahe liegenden Anwohner auf den Aktionstag aufmerksam gemacht und zur Unterstützung der Aktion ermutigt. Da wir ein gemeinnütziger Verein sind, können wir Spendern eine entsprechende steuerliche Bestätigung für finanzielle Unterstützungen ausstellen“, so Oliver Lang.

 

Ob auch die Stadtteilpolitiker wie ursprünglich versprochen helfen werden, weiß Lang noch nicht. „Ich habe erfahren, dass in der nächsten Ortsbeiratssitzung ein entsprechender Antrag zur Abstimmung gestellt werden soll“, so Lang. Alleine könne die Initiative „We promise you a Rose Garden“ den Rosenweg „jedenfalls nicht finanzieren“.

Ansporn für das Projekt

Von der Stadt wurde die Initiative der Kleingärtner bereits offiziell gewürdigt und das Engagement aller aktiven Beteiligten damit anerkannt und geehrt. „Damit haben wir nicht gerechnet“, so Lang. „Ein riesiger Ansporn für die Initiative das Rosengärtchen zum Erblühen zu bringen und im neuen Glanze erstrahlen zu lassen“, so der Kleingarten-Vorsitzende.

(red)

 

Liebe Rosen- und Gartenfreunde, 

 

in diesem Leitfaden (zu beziehen über den R.V. Kleingärtner Frankfurt / Rhein-Main e.V.) finden Sie die wichtigsten Informationen über Ro­sen und Gartengestaltung in äußerst kompakter und leicht lesbarer Form dargestellt. Die Literatur zu solchen Themen ist heute derart zahlreich ge­worden, dass man sich natürlich fra­gen muss, ob eine weitere Broschüre über Rosenpflanzung und Rosenpfle­ge noch erforderlich ist. Die zahllosen Rosenbücher und Ratgeber machen es jedoch denjenigen, die sich schnell und in verständlicher Form zu aktuel­len Fragen oder Problemen um Garten und Rosen Rat holen wollen, immer schwerer, die passenden Informatio­nen in kurzer und verständlicher Form zu finden. In dieser Broschüre, die von zwei ausgewiesenen Garten- und Ro­senkennern verfasst wurde, finden Sie jedoch genau diese Inhalte vor.

 

In klaren Worten und ohne zu viel schmückendes Beiwerk erfahren Sie das Wichtigste über die Auswahl ge­eigneter, d.h. gesunder und wider­standsfähiger Rosen, den richtigen Standort und die große Bedeutung der Bodenbeschaffenheit für die Pflan­zung neuer Rosen . Umfangreiche Listen der heute empfehlenswerten Rosen helfen Ihnen dabei. Viele Gar­tenfreunde, die gerne Rosen pflanzen würden, schrecken vor der angeblich so schwierigen Pflege zurück, vor al­lem der jährliche Rückschnitt der Rosen im Frühjahr scheint ein durch zahllose Legenden belastetes Hemm­nis zu sein. Mit solchen Vorurteilen räumen die Autoren hier auf, indem sie absolut verständlich erklären, wie mit Rosen umzugehen ist, damit sie eine ständige Quelle der Freude im Garten werden. Bei allen Hinweisen zur Pflege wird auf umweltgerechte und schonende Methoden Wert ge­legt, und wenn der Einsatz chemi­scher Mittel zur Eindämmung von Schadorganismen und Krankheits­erregern nicht zu vermeiden scheint, werden genaue Hinweise zur natur­verträglichen Anwendung gegeben. 

 

Die Gesellschaft Deutscher Rosen­freunde e.V. empfiehlt grundsätzlich, beim Kauf neuer Rosen darauf zu achten, nur solche auszuwählen, die eine hohe Widerstandskraft gegen Schadorganismen haben, wofür die Rosenzüchter große Anstrengungen unternehmen. Aber manchmal steht eben auch eine ältere, liebgewordene schöne Rose da, die im Kampf gegen Blattkrankheiten unsere Unterstüt­zung benötigt. Hierfür sind die Hin­weise in dieser Broschüre gedacht.

 

Sie haben hiermit einen Leitfaden in Händen, der Ihnen zu den wesent­lichen Fragen um unsere geliebten Rosen in der kürzest möglichen Form und dennoch erschöpfend Auskunft, Rat und Hilfe geben kann. 

 

Auf dieser Basis wünsche ich Ihnen nun viel Freude im Garten und gutes Gelingen mit Ihren Rosen. Hans-Peter Mühlbach

Das Historische Rosengärtchen wächst weiter

 
 Von Thomas Löw ⋅ 26. Oktober 2015 ⋅Frankfurter Beete  
 

 Ein schönes Beispiel für ein Bürgerengagement im öffentlichen Raum ist das Historische  Rosengärtchen am Röderberghang gegenüber dem Ostpark. Im Frühjahr war unter der Regie

 des R.V. Kleingärtner Frankfurt/ Rhein-Main e.V.  eine Initiative zur Instandsetzung der Hangpromenade gegründet und gemeinsam mit Anwohnern erste Rosenstöcke eingepflanzt worden. Am vergangenen Samstag gab es die zweite Pflanzaktion – eine Gelegenheit für uns, einen kleinen Herbstspaziergang ins Ostend zu machen.

 

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 Seit rund  einem halben Jahr erweckten engagierte Anwohner und

 Rosenfreunde und das Historische Rosengärtchen aus seinem

 Dornröschenschlaf. „Bislang wurden 18 Hochstamm- und

 Kaskadenrosen gepflanzt, die Beete mit einer Motorfräse aufgelockert,

 gedüngt, Unkrautvlies und Rindenmulch ausgebracht“, verrät uns Lang,

 Vorsitzender Oliver Lang des gegenüber dem Röderberghang

 gelegenen Kleingartenvereins KGV-Buchhang und Initiator des

 Projekts. „Auch den Wildwuchs haben wir immer wieder entfernt und

 den Weg hergerichtet.“ Wie bereits im Frühjahr waren auch im Vorfeld

 der Pflanzaktion am vergangenen Samstag die Anwohner per

 Postwurfsendung informiert worden. Bei dem Treffen wurden 60 neue

 Beet- und Hochstammrosen gepflanzt, eine schweißtreibende Arbeit,

 wie wir uns selbst überzeugen konnten. Doch die beteiligten

 Stadtgärtner waren mit viel Eifer dabei. Zu ihnen gehörte auch Rudolf

 Blasnik vom Rosenfreundeskreis Frankfurt, der nicht nur mit

 fachlichem Rat zur Seite stand, sondern auch selbst fleißig mit

 anpackte.

 

Unterstützung vom Grünflächenamt

 

Obwohl die Pflanzaktion am Röderberghang bislang sehr erfolgreich war, gibt es für Lang und seine Helfer noch einiges zu tun. So erfahren wir, dass der Weg um das Rosengärtchen in den letzten Jahrzehnten stark in Mitleidenschaft gezogen worden war und gründlich saniert werden muss. „Allein die Sanierung des Weges und des kleinen Vorplatz kosten rund 6.000 Euro“, sagt Lang. „Und das ist schon ein Freundschaftspreis!“ Wie die Finanzierung des Rosenprojekts weitergeht, weiß er noch nicht. Doch vom Grünflächenamt kam bereits Erste Hilfe. So wurde eine neue Parkbank mit passender Bodenpflasterung gestiftet, die jetzt direkt am Rosengärtchen steht. Erst im September war das Engagement der Initiative von der Stadt mit dem Nachbarschaftspreis 2014 gewürdigt worden. „Damit hatten wir nicht gerechnet“, freut sich Lang. „Ein riesiger Ansporn für die Initiative, das Rosengärtchen weiter zum Erblühen zu bringen!“ Wir drücken die Daumen, dass es auch im nächsten Jahr mit dem vorbildlichen Gartenprojekt so engagiert weitergeht.

 

 

Das Historische Rosengärtchen wird zu neuem Leben erweckt

 
 Von Thomas Löw ⋅ 13. April 2015 ⋅Frankfurter Beete  
 

 Nahezu vergessen liegt das Historische Rosengärtchen am Röderberghang gegenüber dem

 Ostpark. Jahrzehntelang befand sich das gärtnerische Kleinod buchstäblich im

 Dornröschenschlaf – bis vergangenen Freitag. Mit einer gemeinsamen Pflanzaktion des R.V. Kleingärtner Frankfurt / Rhein-Main e.V., dem Rosenfreundeskreis Frankfurt und Anwohnern bekam der Flaniergarten neues Leben eingehaucht. Wir waren vor Ort.

 

 Initiator der gemeinsamen Pflanzaktion ist Oliver Lang, Vorsitzender des

 Kleingärtnervereins Buchhang e.V., der gegenüber dem Röderberghang auf der

 anderen Seite der Saalburgallee liegt. „In den 1980er Jahren war das 

 Rosengärtchen eine prächtige Anlage, ein richtiges Blütenmeer“, erinnert sich

 Lang, der selbst im Ostend aufgewachsen ist und bereits als kleiner Junge mit

 seiner Familie Sonntags durch den Garten flanierte. „Danach verwilderte die

 Anlage dann zunehmend, da die Stadt weder Geld noch Personal für die Pflege

 hatte.“ Letztes Jahr sei er wieder einmal dort vorbeigekommen und habe

 spontan beschlossen, etwas an dem kläglichen Zustand des Gartens zu ändern,

 sagt Lang. Mit Rudolf Blasnik vom Rosenfreundeskreis Frankfurt fand er den

 passenden Partner mit dem dafür  notwendigen Fachwissen. Gemeinsam wollen

 die beiden ambitionierten Gärtner nicht nur das Historische Rosengärtchen

 reaktivieren, sondern künftig mithilfe von Workshops in Kleingartenvereinen das

 alte Wissen um die Zucht und Pflege von Rosen weitergeben.

   Stamm- und Kaskadenrosen gepflanzt

 

„Im Vorfeld der Pflanzaktion am Röderberghang haben wir und 250 Handzettel verteilt“, sagt Lang, „denn vor allem die Anwohner sollen das Rosengärtchen pflegen.“ Ein erster Erfolg zeigte sich bereits bei der Pflanzaktion am vergangenen Freitag: Auch eine Anwohnerin und ein Anwohner halfen mit, 18 Rosenstöcke in die Erde zu bringen, die vom Grünflächenamt vorbereitet worden war.

 

Als weitere Starthilfe spendeteHinweistafel Historisches Rosengärtchen der Regionalverband R.V. Kleingärtner Frankfurt/Rhein-Main e.V. rund 1.000 Euro, mit denen die Pflanzen sowie notwendige Materialien gekauft wurden. Von Rosenfachmann Blasnik erfahren wir, welche Rosen gepflanzt wurden. Um Abwechslung in die Beete zu bringen, sagt er, würden historische Stamm- und Kaskadenrosen gepflanzt. Bei ersteren handelt es sich um Rosensorte, die nicht in Bodennähe, sondern in einer Stammhöhe von etwa 90 cm veredelt wird und später wie ein Rosenbäumchen aussieht.

 

Kaskadenrosen dagegen sind hängende Kletterrosen, die auf einer Höhe von ca. 140 cm veredelt werden und später in Kaskaden bis zum Boden herabhängen. Wir sind gespannt, wie sich das Historische Rosengärtchen entwickelt. Bereits jetzt lädt die Anlage in sonniger Hanglage mit ihren Sitzbänken und Arkaden zu einem Besuch ein – und das nicht nur sonntags.

 

 

11. April 2015 von Ferdinand Sander

Neue Rosen in alten Beeten

 

OSTEND  Kleingärtner beflanzen das historische Rosengärtchen am Röderberghang neu 

 

11. April 2015 von Matthias Bittner

Rosengärtchen soll wieder blühen

 

OSTEND  Beim Aktionstag haben Kleingärtner elf Hochstämme und sieben Kaskadenrosen in der Anlage gepflanzt

15. April 2015 (ms)

Neue Rosen im Gärtchen

 

OSTEND  Projekt der Kleingärtner und Rosenfreunde

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